Persönlich · Paul Fritz Mendel

Ich werde geholt, wenn Organisationen mehr verwalten als bewegen.

Ich bin Paul Fritz Mendel – Unternehmer, Interim Geschäftsführer und Commercial & Transformation Executive im technischen B2B. Ich übernehme Verantwortung, wenn ein Unternehmen wieder Richtung, Geschwindigkeit und Zuversicht braucht.

Mich interessiert nicht, wie man ein altes System noch zwei Jahre länger am Leben hält. Mich interessiert, wie ein Unternehmen so beweglich wird, dass es seine nächsten 20, 30 oder 50 Jahre selbst gestalten kann.

Paul Fritz Mendel, Interim Geschäftsführer und Unternehmer
Direkt im Austausch. Klar in der Entscheidung. Nah genug am Detail, um Verantwortung nicht weiterzureichen.

Was mich antreibt

Bewegung ist für mich kein Programm. Sie zeigt sich im Alltag.

Ich mag das Wort Agilität nicht besonders. Zu oft beschreibt es eine Methode, während Entscheidungen trotzdem liegen bleiben. Mich interessiert Beweglichkeit: schneller verstehen, sauber entscheiden, ins Handeln kommen und aus dem Ergebnis lernen.

Gute Veränderung beginnt für mich weder mit Folien noch mit Technologie. Sie beginnt mit einem ehrlichen Lagebild, einem gemeinsamen Warum und Menschen, die wissen, was von ihnen erwartet wird. Kultur ist dabei kein weiches Nebenthema. Sie entscheidet, ob eine gute Richtung tatsächlich umgesetzt wird.

Meine Herkunft

Ich bin in Dessau mit sehr wenig aufgewachsen.

Zuerst im Plattenbau am Zoberberg, später an der Heidestraße, Ecke Ackerstraße – in einem der schwierigsten Viertel Dessaus. Meine Mutter hat mich allein großgezogen. Sie war intellektuell stark, aber ihr geringes Einkommen ließ uns wirtschaftlich kaum Spielraum. Geld war knapp, Sicherheit nicht selbstverständlich und eine vorgezeichnete Laufbahn gab es nicht.

Der Rudersport hat mich aus dieser Enge herausgeholt. Mit 13 zog ich nach Magdeburg, ins Sportinternat und ans Sportgymnasium. Dort bekam ich Struktur, ein Team und den Beweis, dass Herkunft nicht das Ergebnis festlegt. Bis zum Junioren-Europameistertitel und auf Nationalmannschaftsniveau habe ich gelernt, wie aus Disziplin, Rhythmus und gemeinsamer Kraft echte Geschwindigkeit entsteht.

Das hat mich nicht härter gegen Menschen gemacht. Aber es hat mich klar darin gemacht, Verantwortung nicht zu romantisieren. Wenn etwas verändert werden muss, warte ich nicht darauf, dass jemand anderes den ersten Schritt macht. Ich suche den Hebel, bringe Menschen zusammen und fange an.

Das Leben dahinter

Wieder aufstehen. Richtung finden. Weitergehen.

Meine Frau und ich haben vier Kinder. Familie ist ein wichtiger Teil meines Lebens. Sie bedeutet Nähe, Freude und Zusammenhalt – und einen Alltag, in dem unterschiedliche Bedürfnisse aufeinandertreffen und längst nicht alles nach Plan läuft. Auch zu Hause gibt es anstrengende Tage. Ich kenne das Gefühl, vieles gleichzeitig tragen zu wollen und dabei an die eigenen Grenzen zu kommen.

Wer meinen beruflichen Weg liest, sieht Unternehmen, Projekte, Verantwortung und Ergebnisse. Zu meiner Geschichte gehören ebenso Rückschläge und schwierige persönliche Phasen. Es gab Zeiten, in denen das, was ich mir vorgenommen oder aufgebaut hatte, anders weiterging als erhofft. Dann musste ich mich neu sortieren. Manchmal auch neu anfangen. Die privaten Einzelheiten bleiben privat. Aber diese Erfahrungen gehören zu dem Menschen, der Ihnen heute begegnet.

Das Wiederaufstehen ist ein großer Teil meiner Persönlichkeit. Es fällt mir nicht immer leicht, und ich finde auch nicht sofort auf alles eine Antwort. Ein Rückschlag kann wehtun. Man zweifelt, muss Abschied von einer Vorstellung nehmen und sich eingestehen, dass ein Weg so nicht funktioniert hat. Ich möchte das weder beschönigen noch im Nachhinein zu einer perfekten Erfolgsgeschichte machen.

Was mich auszeichnet, ist der Wille, wieder einen nächsten Schritt zu finden. Ehrlich hinsehen: Was ist passiert? Was war mein Anteil? Was kann ich daraus lernen? Und was versuche ich jetzt anders? Manchmal ist dieser nächste Schritt klein. Er löst noch nicht alles. Aber er bringt wieder Bewegung in eine Situation, die sich zuvor festgefahren angefühlt hat. Daraus kann neue Zuversicht entstehen.

Meine Frau kennt diese Seite an mir besonders gut: hinfallen, sich sammeln, wieder aufstehen und einen neuen Versuch wagen. Für mich gehört dazu auch, eine Richtung zu ändern, wenn sie nicht mehr trägt. Weitergehen bedeutet, das Gelernte mitzunehmen. Genau deshalb ist Momentum für mich so persönlich. Ich weiß, wie wichtig es ist, nach einer schwierigen Phase wieder Handlungsfähigkeit zu gewinnen.

Diese Haltung möchte ich weitergeben – in der Zusammenarbeit mit Menschen, in Unternehmen und in meinen Veröffentlichungen. Ich kann niemandem Rückschläge ersparen. Aber ich möchte dazu beitragen, dass daraus wieder Richtung, Mut und ein machbarer nächster Schritt entstehen. Das ist für mich der Kern von Momentum: wieder anfangen können.

Wie ich führe

Klarheit ohne Theater. Tempo ohne die Menschen zu verlieren.

01

Ich höre zu, bevor ich entscheide.

Ich spreche früh mit Eigentümern, Führung, Vertrieb, Schlüsselpersonen und Kunden. So entsteht ein Lagebild, das im Betrieb standhält.

02

Ich mache Verantwortung sichtbar.

Entscheidungen, Rollen und Risiken gehören auf den Tisch. Unklarheit darf nicht zur bequemsten Organisationsform werden.

03

Ich bleibe nah am Geschäft.

Ich will wissen, was Kunden sagen, warum Angebote nicht gewinnen und wo operative Zusagen brechen. Führung darf nicht nur über Berichte stattfinden.

04

Ich fordere, ohne kleinzumachen.

Ich spreche Probleme direkt an, gebe Orientierung und schaffe den Raum, in dem Menschen Verantwortung übernehmen können.

Woher diese Haltung kommt

Ich habe Veränderung nicht nur beraten. Ich habe sie verantwortet.

Meine Laufbahn verbindet Unternehmensaufbau, Vertrieb, Digitalisierung und komplexe Infrastruktur. Die Situationen waren verschieden. Gleich blieb die Verantwortung, aus Unsicherheit eine arbeitsfähige Richtung zu machen.

0 → 28

Unternehmen aufgebaut

Ich habe aus einer Gründung ein operatives Unternehmen mit 28 Mitarbeitenden entwickelt – mit Kunden, Team, Kultur und Lieferverantwortung.

€2,6 Mio.

Schwierigen Markt geöffnet

Ich habe direkten Zugang zu einem anspruchsvollen Infrastrukturmarkt aufgebaut und einen dreijährigen Rahmenvertrag gewonnen.

€983,6 Mio.

Digital im Zweierteam skaliert

Als Teil eines zweiköpfigen E-Business-Teams habe ich eine Plattform entwickelt und skaliert, über die 2012 dieser Teamumsatz lief.

Junioren-Europameister

Teamleistung gelernt

Der Leistungssport im Rudern hat mir früh gezeigt: Geschwindigkeit entsteht aus Rhythmus, Vertrauen, Klarheit und gemeinsamer Kraft.

AI & Zukunft

AI ist nicht mein einziges Thema. Aber ich lasse ihre Geschwindigkeit auch nicht liegen.

Mein Kern bleibt klassisches Veränderungsmanagement: Markt verstehen, Vertrieb führen, Entscheidungen treffen, Kultur mitnehmen und Umsetzung sicherstellen.

AI gibt mir dabei die Möglichkeit, Wissen schneller zu verbinden, Szenarien parallel zu prüfen und aus Wochen Tage zu machen. Nicht als Technikshow, sondern als Werkzeug im echten Betrieb. Die Entscheidung und ihre Folgen bleiben meine Verantwortung.

Was Sie von mir nicht bekommen

Ich bin bewusst nicht für jedes Mandat der Richtige.

  • Keine Restrukturierungsrhetorik, die vor allem Angst und Aktivität produziert.
  • Keine Beratungsdistanz: Ich übernehme operative Verantwortung und arbeite im System.
  • Keine AI-Show ohne geschäftliche Wirkung, Verantwortlichkeit und menschliches Urteil.
  • Keine Organisation, die nach meiner Übergabe von mir abhängig bleibt.

Woran ich mich messen lasse

Am Ende muss das Unternehmen selbst wieder Zug entwickeln.

  1. 01Entscheidungen werden schneller und nachvollziehbarer getroffen.
  2. 02Vertriebsgespräche werden schärfer und führen zu echten nächsten Schritten.
  3. 03Technik, Markt und Betrieb arbeiten wieder in einer Richtung.
  4. 04Die Organisation kann den eingeschlagenen Weg nach der Übergabe selbst weiterführen.
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